11 Zutaten für eine leistungsstarke Innovationskultur

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Beim diesjährigen Elsevier-Innovationsevent diskutierten Experten vom Elsevier-Verlag, von Strategos, Medtronic, Eaton und andere Vordenker ihre Ansichten und Einsichten zu Innovationskultur. Ergebnis der Runde waren 11 Ansätze für eine gesunde Innovationskultur, die Geoff Zoeckler von Seek zusammengefasst hat:

#1 – Das wichtigste Mitglied im Innovationsteam ist der Verbraucher

Der Kunde ist König. Daran ändert sich nichts, ganz gleich, welche Innovationstrends gerade vorherrschen. Wenn Unternehmen es nicht schaffen, den Verbraucher vom neuen Produkt oder Service zu überzeugen, war alles für die Katz. Deshalb ist der Konsument nicht nur das Ziel aller Anstrengungen, sondern auch der Quell neuer Ideen.

#2 – Bestehende Meinungen zu hinterfragen hat noch keinem geschadet

Erfindungen werden erst durch den wirtschaftlichen Erfolg zu einer Innovation. Einige der besten Ideen sind nur durch leichtes Verändern oder neue Zusammenhänge entstanden. Das kann ein verändertes Material sein oder eine zusätzliche Funktion und gilt für einfache Produkte ebenso wie für komplexe Geschäftsmodelle. Apple bewies dies, indem sie die den Musikmarkt mal eben auf den Kopf stellten und Dell, als sie Computer mal ganz anders anboten – um nur zwei bekannte Beispiele zu nennen. Fakt ist: Es hilft, mit offenen Augen durch die Welt zu gehen.

#3 – Auf dem Weg zur Innovation sitzen alle im gleichen Boot

Die Gehirne vieler Innovationsteams kommen nur dann in Gang, wenn der Chef es anordnet. Eine gesunde Innovationskultur sieht anders aus. Gerade die Mitarbeiter, die sich noch als „kleine Nummer“ empfinden, brauchen Unterstützung und Führung durch ihre Vorgesetzten. Innovationskultur muss von „oben“ vorgelebt werden, damit sie von unten wachsen kann.

#4 – Erfinderteam – einmal kreuz und quer durch die Organisation

Innovationsteams, die nur aus Top-Strategen bestehen, laufen Gefahr, in der eigenen Suppe zu kochen. Das mittlere Management gehört ebenso dazu, wie Angestellte, die mit Leidenschaft dabei sind – sie neigen dazu, Interessantes aufzustöbern, zu verfolgen und in die Tat umzusetzen.

#5 – In Managern schlummern ungeahnte Fähigkeiten

Die meisten Manager haben einmal „unten“ angefangen. Durch ihre Personalverantwortung bleibt nur wenig Zeit und Energie, sich persönlich ins Tagesgeschäft einzubringen. Viele Manager brennen darauf, als Mitglied eines Innovationsteam auch mal Vorschläge machen zu dürfen.

#6 – An der Vision festhalten – was auch passieren mag

Ein gutes Innovationsklima bedeutet nicht nur Freude an der Arbeit und Ideenreichtum. Es bildet auch einen roten Faden für alle Innovationsaktivitäten. Im ständigen Abgleich mit der Unternehmensvision gelingt es, Ressourcen zu bündeln und Abläufe zu straffen – das Ziel immer im Blick.

#7 – Ohne Mehrwert geht es nicht

Ziel aller Innovationsbemühungen ist, dass am Ende etwas herauskommt. Messen und Nachverfolgen gehört dazu – auch wenn es nicht einfach ist, zu bestimmen, wie viel beispielsweise eine bessere Kommunikationskultur bringt. Auch Erkenntnisse aus Fehlschlägen sollten verstärkt offen kommuniziert werden.

#8 – Eine 96-prozentige Fehlerquote ist ganz normal

Dass viele innovative Ansätze scheitern, ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Also gilt: Scheitern, aber schnell! Prozesse, die dazu führen, dass Sinnloses möglichst früh aufgegeben wird, halten die Entwicklungskosten niedrig. Die Kür heißt dann, aus den Fehlern auch lernen zu dürfen. Das motiviert dazu, es immer wieder zu versuchen.

#9 – Freiräume für Innovation sind wichtig

Kreativität und Ideen können nicht in Schwung kommen, wenn dafür nur die Zeit zwischen Meetings und dem Tagesgeschäft bleibt. Erfinderteams brauchen Freiräume – sowohl zeitlich als auch örtlich. Teams die mal ein paar Tage außerhalb der alten Gemäuer arbeiten, finden einfacher neue Kundeneinblicke und Produktideen.

#10 – Kommunikation, der Schlüssel zum Erfolg

Erst die Kommunikation über Abteilungsgrenzen und Hierarchiestufen hinweg ermöglicht es, nachhaltig eine positive Innovationskultur zu entwickeln. Viele Innovationen scheitern an mangelnder Verzahnung im Unternehmen. Externe Ressourcen in die Innovationsprozesse einzubinden, stellt eine ganz neue Anforderung an das Kommunikationsmanagement.

#11 – Daten, Informationen, Wissen – der Weg zur Erleuchtung

Die Verfügbarkeit von Informationen ist wichtig für Innovation. Insbesondere die Verfügbarkeit von internen Informationen, und wie diese sich mit externen Informationen verbinden lassen, birgt für Unternehmen riesiges Innovationspotenzial. Eine offene Gestaltung der Unternehmenskultur ist hierfür essentiell, denn Wissen anderer kann so besser aufgenommen werden. Und eine Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen schafft neue unbegrenzte Möglichkeiten Innovationen entstehen zu lassen.

Bild des Benutzers Martin Kitzing

Die Zutat #12 müsste meines

Die Zutat #12 müsste meines Erachtens heißen: Innovationsmarketing
Nach dem Motto "Tue Gutes und rede darüber", sollten erfolgreiche Innovations-Stories extern und intern immer wieder penetriert werden. Extern kann man damit über lange Zeiträume bei Kunden und Interessenten punkten - die Post-it Notes Story ist inzwischen 30 Jahre alt und löst, oft auch für uns überraschend, immer wieder Begeisterung aus http://www.3m-pressnet.de/3m/opencms/newsdata/buero/30_Jahre_Post-it_haf....
Intern wirkt die Kommunikation katalysierend für die Innovations-Prozesse und den Kulturchange, da sie einerseits die Erfinderteams in Ihrem Tun bestätigt und motiviert, andererseits die Identifikation jedes Mitarbeiters mit der Innovationsausrichtung des Unternehmens fördert. Und das wiederum ist für eine leistungsstarke Innovationskultur entscheidend.
Ganz wichtig hierbei: nicht der Slogan "Innovation" macht das Unternehmen interessant und sympathisch, sondern die Geschichten, die zu Innovationen geführt haben.

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