Innovationskultur 2011: Ein Blick in deutsche Unternehmen
Der Wille zur Innovation ist vorhanden und es wird auch einiges dafür getan. Dies ergab eine Umfrage unter 30 deutschen Unternehmen. Nicht ganz so ausgeprägt ist hingegen das Bewusstsein für die Vielfalt der möglichen Ansätze.
Angeregt von den Beiträgen auf „Die Erfinder“ wies der creaffective-Geschäftsführer Florian Rustler uns auf eine aktuelle Untersuchung seines Trainings- und Beratungsunternehmens hin.
An seiner Befragung zur Innovationskultur und Innovationsmanagement 2011 haben 30 Unternehmen aller Größen, davon rund 60 Prozent aus der Industrie teilgenommen. Das älteste Unternehmen ist über 250 Jahre alt, das jüngste besteht seit zwei Jahren. Die meisten der teilnehmenden Unternehmen gibt es seit über 20 Jahren. Immerhin die Hälfte investiert fünf bis zehn Prozent des Umsatzes in Innovation; ein knappes Drittel investiert unter fünf Prozent des Umsatzes.
Mehr als zwei Drittel der Befragten geben an, dass ihr Unternehmen eine Innovationsstrategie habe. Dabei fällt auf, dass davon mehr als 60 Prozent ihre Führungskräfte nicht nach innovationsbezogenen Kriterien beurteilen.
Die Innovationsstrategie bezieht sich in den meisten Fällen auf neue Produkte und Dienstleistungen im bekannten Umfeld. Mehrheitlich wird die vorhandene Innovationsstrategie mittels eines Stage-Gate-Prozesses umgesetzt. Damit gelingt es überwiegend, das Marktpotenzial einer Idee schnell zu erforschen und zu bewerten.
Das radikale Vordringen in neue Märkte und das Thema „neue Technologien“ ist bei fast allen teilnehmenden Unternehmen als Wunsch vorhanden.
Gut zu lesen: Die Befragten fühlen sich mehrheitlich von den Führungskräften in Sachen Innovationskultur unterstützt. Kreativitätstrainings und methodische Schulungen sind inzwischen Usus; die erlernten Methoden werden allerdings nur in 16 Prozent der Firmen regelmäßig angewendet.
Für mehr Innovation fehlt es laut den Befragten an Zeit und Personal. Und selbst in den Firmen, die eine auf Innovation ausgerichtete Kultur haben, wird die Angst vor Fehlschlägen als Innovationsbremse genannt.
Für „Die Erfinder“-Leser stellt creaffective die detaillierte Auswertung der Befragung kostenlos bereit. Eine kurze E-Mail an Florian Rustler (übrigens auch der Autor von Mindmapping für Dummies) mit Verweis auf diesen Beitrag genügt.
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