Was ist Open Innovation?
Geheimakten, verschlossene Labore, verschlüsselte Codes: So haben Unternehmen Entdeckungen und Erfindungen oft jahrelang verborgen gehalten. Neue Produkte wurden in den firmeneigenen Laboren entwickelt und auf den Markt gebracht. Das herkömmliche Innovationsmodell in Firmen war ein geschlossenes System. Und genau das ändert sich jetzt.
Der enorme, weltweite Wissenszuwachs und ein großer Bedarf an neuen Erfindungen führt dazu, dass viele Firmen mittlerweile das Wissen von internen und externen Akteuren für die Entwicklung ihrer Produkte nutzen. Das Ergebnis : mehr Ideen und dadurch mehr innovative Produkte.
Open Innovation als Patent-Lösung?
Das amerikanische Unternehmen Intel zum Beispiel wendet Open Innovation an: Neue Produkte entwickelt die Forschungs- und Entwicklungsabteilung von Intel unter anderem mithilfe des Wissens von:
Auch IBM bedient sich externer Kenntnisse, um die eigene Produktpalette innovativer zu gestalten. Unter anderem werden „Open Source Software-Projekte“ als Grundstein verwendet, um daraus neue Produkte zu kreieren.
Mehrwert durch Open Innovation?
Viele Unternehmer erkennen bereits, dass das Konzept der „Closed Innovation“, der hermetisch abgeschlossenen Entwicklungsabteilung, unter den derzeitigen Rahmenbedingungen oft nachteilig ist. In den nächsten Jahren wird sich zeigen, inwieweit „Open Innovation“ sich in welchen Branchen durchsetzen kann. Denn die Veränderung der Prozesse rund um die Innovationsstrategie eines Unternehmens kostet Geld. Und sie erfordert, dass die Geschäftsführung zu strukturellen Neuerungen bereit ist.
Henry Chesbrough gilt als Begründer des Open Innovation-Ansatzes und ist Autor des Buches „Open Innovation“. Er ist Professor an der Haas School of Business der Berkeley-Universität in Kalifornien. In dem folgenden englischsprachigen Video erklärt Chesbrough in weniger als fünf Minuten, was Open Innovation bedeutet.
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