AnmeldenRegistrieren
Kreativität

Kreativität auf Knopfdruck: Methoden für geniale Gedankensprünge

Kreativitätstechniken

Die Gedanken drehen sich im Kreis – ausgerechnet dann, wenn eine besonders gute Idee oder Lösung gefragt ist. Wer hat diese Stress-Situation nicht schon einmal erlebt? Zum Glück gibt es Techniken und Methoden, die unserer Kreativität auf die Sprünge helfen, eingefahrene Denkmuster durchbrechen und zu genialen Lösungen führen können.

Die rechte Hirnhälfte aktivieren durch Däumchendrehen, mit der Hand liegende Achten ziehen und ein paar Schritte laufen – schon Bewegung sorgt nach Meinung vieler Experten für einen besseren Gedankenfluss. Aber es gibt noch mehr Methoden, den Brain-Drain anzukurbeln.

Der Zeitblüten Blog führt folgende Kreativitätstechniken als die wichtigsten auf:

1. Brainstorming

Beim Brainstorming, einer der bekanntesten Kreativtechniken, tragen eine oder mehrere Personen stichpunktartig alles zusammen, was ihnen zu einem bestimmten Thema in den Sinn kommt (etwa auch Gegenstände, Farben, ...). Die Ideen werden von den Teilnehmenden aufgeschrieben oder bei einem mündlichen Gruppen-Brainstorming protokolliert. Wichtig dabei: Jede auch noch so unausgegorene Idee darf und soll vorgebracht werden; negative Kritik und Zynismus bleiben unbedingt außen vor.

2. Mind-Map

Mind-Mapping ist eine Methode, mit der die Parameter eines Problems in der bildlichen Form eines Baumdiagramms assoziiert und strukturiert werden. Auf einem unlinierten, querliegenden Blatt steht in der Mitte das Hauptthema. Um diesen zentralen Begriff herum werden die assoziierten Themen, Fragen oder Punkte auf „Ästen“ platziert; pro Linie ein Schlüsselbegriff. An diese Äste schließen sich in dünneren Zweigen die zweite und beliebig viele weitere Gedankenebenen an.

3. Die 635-Methode

Bei der 635-Methode haben sechs Personen jeweils ein Blatt Papier mit drei Spalten und sechs Zeilen vor sich. Jeder Teilnehmende schreibt in die erste Zeile drei Ideen zu einer vorgegebenen Fragestellung. Nach fünf Minuten wird der Zettel nach rechts weitergegeben und der Nächste ergänzt oder verbessert die drei Ideen in der folgenden Zeile. Dies wird so lange fortgesetzt, bis alle Spalten gefüllt sind.

4. Pinnwandkarten

Bei dieser Kreativitätstechnik, die sich zur Ideenfindung in der Gruppe eignet, notieren die Teilnehmenden Ideen oder Vorschläge zu einem Thema auf einer Karteikarte. Alle Karten werden an eine Pinnwand oder Magnettafel angebracht, diskutiert, weniger geeignete Ideen  aussortiert und die Ideen mit dem meisten Anklang weiterverfolgt und verbessert, bis im Idealfall die beste Lösung gefunden ist.

5. Das Problem umdrehen

Bei dieser Kreativitätstechnik wird die Aufgabenstellung einfach ins Gegenteil verkehrt, auch um den Ergebnisdruck herabzusetzen. Die Frage „Wie können neue Kunden gewonnen werden?“ wird einfach umgedreht in die Frage: „Wie können Kunden abgeschreckt werden?“ Wenn dann auch die aus dem Perspektivwechsel entstehenden Ideen wieder ins Gegenteil verkehrt werden, liegt die Lösung oft schon nahe.

6. Fragenreihen bilden

Die Fragenreihe startet mit einer Fragestellung als Hauptfrage. Aus dieser Frage werden weitere Fragen gebildet, so dass eine Kette aus Fragen entsteht, die schließlich eine gute Lösung bieten kann. Stichworte und Antworten auf die einzelnen Fragen am besten notieren. Diese Kreativitätstechnik eignet sich beispielsweise gut, um die Bedürfnisse von Zielgruppen zu analysieren. Eine Fragenreihe funktioniert schon mit fünf Fragen in Folge.

7. Spekulationen oder Traumreisen

Diese Kreativtechnik eröffnet durch vermeintlich absurde Fragen großzügigen kreativen Spielräumen gesponnen. Ein Beispiel: „Was wäre, wenn Schuhe Kinder kriegen könnten?“ Aus der Unbefangenheit entstehen besonders außergewöhnliche Ansätze.

8. Kneten

Kneten ist eine handfeste Kreativitätstechnik. Mit dem Stück Knete werden immer wieder neue Muster, Figuren und sonstige Gebilde zu einem Thema geformt. Der Teilnehmer kann dabei ohne Leistungs- und Ergebnisdruck kreativ spielen. Aus dieser entspannten Situation ergeben sich häufig umsetzbare Ideen und Ansätze.

9. Gedankenbilder betrachten

Ein Bild sagt auch bei der Ideenfindung mehr als tausend Worte. Bei dieser Kreativitätstechnik sollen einfach nur Gedanken vor dem inneren Auge vorbeiziehen: An einem ruhigen Ort die Augen schließen, auf die Fragestellung konzentrieren und wie im Kino ganz entspannt die eigenen Gedankenbilder zum Thema betrachten. So gelingt es, sich im wahrsten Sinne des Wortes ein genaueres Bild von etwas machen.

10. Draufloszeichnen

Diese Kreativitätstechnik kann auch einfach nur als Lockerungsübung für eine größere Aufgabe angewandt werden. Alles, was es braucht, sind ein Zettel und ein Stift. Und dann einfach draufloszeichnen; was gerade in den Sinn kommt, ohne dass ein Zusammenhang zwischen den gezeichneten Elementen bestehen muss. So werden festgefahrene Denkmuster aufgelöst und die eigene Wahrnehmung erweitert.

11. Farben assoziieren

Farben werden nicht nur für Therapien eingesetzt, sie sind auch in der Ideenfindung schon durch ihre bunte Vielfalt inspirierend. Beginnend mit einer beliebigen Farbe, werden Assoziationen notiert, zum Beispiel: Rot = Gefahr, Liebe, Wärme ... Die Beteiligten können auch mehrere Farben angehen (zum Beispiel die Farben eines Markenlogos) und Begriffe für alle Farben gleichzeitig suchen.

12. Blick zurück

Das Rad wurde in der Vergangenheit erfunden. Und bei dieser Kreativitätstechnik stellt sich immer die Frage, wie Menschen in früheren Zeiten ein Problem in Angriff genommen hätten. Dabei wird auch berücksichtigt, welche Möglichkeiten und Mittel sie zur Verfügung hatten, um vergleichbare Probleme zu lösen. So finden sich oft einfache Lösungen.

13. Alphabetische Technik

Auf einem Blatt Papier, auf dem das Alphabet von A bis Z untereinander aufgelistet ist, wird zur Fragestellung ein jeweils mit dem Buchstaben beginnendes Wort aufgeschrieben, das im weitesten Sinne im Zusammenhang mit dem Thema steht. So können Teilaspekte eines Problems oder einer eventuellen Lösung aufgedeckt werden ohne sich speziell darauf zu konzentrieren.

14. 6 Denkhüte

Bei der von Edward de Bono entwickelten Methode setzen die Teilnehmenden (symbolisch) einen von sechs Hüten auf, der jeweils für eine bestimmte Denkrichtung steht. Die Kennzeichnung geschieht beispielsweise mit bunten Karteikarten. Weiß steht für Objektivität und Neutralität. Rot für die emotionale subjektive Meinung, Schwarz für eine kritische Einstellung, Gelb für die positive, optimistische Betrachtungsweise. Grün bietet neue kreative Aspekte und Alternativen. Blau verbindet die ersten 5 „Hüte“ als eine Art Moderator. Diese Hüte können nach Bedarf „aufgesetzt“ werden, damit die jeweilige Denk- und Sichtweise in eingenommen und ein Problem von mehreren Seiten betrachtet werden kann.

20.01.2012
 | Themen: Kreativität
 | Format: Text
0 KommentareKommentar schreiben
Kommentar hinzufügen
Der Inhalt dieses Feldes wird nicht öffentlich zugänglich angezeigt.
  • Internet- und E-Mail-Adressen werden automatisch umgewandelt.
  • Zulässige HTML-Tags: <a> <em> <strong> <cite> <code> <ul> <ol> <li> <dl> <dt> <dd>
  • Zeilen und Absätze werden automatisch erzeugt.

Weitere Informationen über Formatierungsoptionen

CAPTCHA
Diese Frage hat den Zweck zu verifizieren, ob Sie ein realer Benutzer sind und so automatisiertem Spam vorzubeugen.
Bild-CAPTCHA
Wer sind wir
Logo 3M
3M beherrscht die Kunst, zündende Ideen in Tausende von einfallsreichen Produkten umzusetzen – kurz: ein Innovationsunternehmen, welches ständig Neues erfindet. Die einzigartige Kultur der kreativen Zusammenarbeit stellt eine unerschöpfliche Quelle für leistungsstarke Technologien dar, die das Leben besser machen. Deshalb: Wenn Sie denken, dass 3M etwas für Sie tun kann, dann schreiben Sie uns.
Was wir machen