Innovationskraft durch Architektur?
206 Teilnehmer: 5 interessante Ergebnisse. Hybride Arbeitsumgebungen überragen Open Space; Innenarchitektur dient dem Wohlfühlfaktor – Selbstverantwortung der Innovationskraft; Die Bedeutung von Ergonomie am Arbeitsplatz ist bei den Unternehmen angekommen, die von Akustikkonzepten nicht; Architektur hat seinen Nutzen beim Imagegewinn bei Bewerbern, für die Prozesseffizienz spielt sie eine Nebenrolle; das Management ist nur zur Hälfte bei einer Neugestaltung mit von der Partie.
Wie stellen sich die Raumverhältnisse in Ihrem Unternehmen in der F&E dar?

Auch, wenn die Mehrpersonenbüros noch in eindrucksvoller Mehrheit die F&E-Bürostruktur bestimmen – die hybride Arbeitsumgebung und die Open- Space-Flächen sind im Kommen und machen immerhin schon ein Viertel der Raumverhältnisse aus.
Wie hoch schätzen Sie den Einfluss der aufgeführten Faktoren auf die Mitarbeiter hinsichtlich Effizienz, Innovationskraft und Motivation ein?

Es galt dreimal 100 Prozent in eigener Gewichtungseinschätzung jeweils auf die fünf Einflussgrößen Gehalt, flexible Arbeitszeiten, Selbstverantwortung, Außenarchitektur, Zielvereinbarungen und Innenarchitektur zu verteilen. Die über 200 Teilnehmer haben deutlich gewichtet: Wie das Gebäude von außen aussieht, spielt für den besten Work-flow gar keine Rolle. Dagegen hat das architektonische Innenleben – ähnlich wie die Einflussgrößen Gehalt (14 %) und Zielvereinbarungen (12 %) – sein Standing immerhin bei circa 15 Prozent in Bezug auf Innovationskraft, Effizienz und Motivation! Doch den stärksten Einfluss hat die Selbstverantwortung mit je 30 und 36 Prozent.
Falls in Ihrem Bereich neue Raumkonzepte eingeführt wurden, waren Ihre Vorgesetzte

Mehr als die Hälfte aller Umfrageteilnehmer konnte zu dieser Frage keine Aussage treffen. Beziehen wir uns also auf die 43 Prozent (immerhin 103 Antworten), dann ergibt sich das zum Nachdenken anregende Bild einer zur Hälfte nicht in das Bürokonzept integrierten Managementriege: Auf Hierarchie wird hier möglicherweise großen Wert gelegt; zwischen Belegschaft und Vorgesetzten wird so eine Kommunikationshürde geschaffen.
Welche infrastrukturellen Mittel setzt Ihr Unternehmen in der F&E ein, um die Umgebung leistungsfördernd zu gestalten?

Die Mehrfachantworten zeigen, wo der Aufholbedarf liegt: Bei maximal 20 Prozent befinden sich die sechs Archiktekturfaktoren Farbdesign, intelligente Gebäudesysteme, Entspannungsmöglichkeiten, Lichtdesign, Akustikkonzepte und Rückzugszonen. Die drei letztgenannten gehören jedoch für ein waches, konzentriertes und damit effizientes Arbeiten ganz oben auf die Todo- Liste.
Welche Wirkung erwarten Sie von den architektonischen Veränderungen

Architektur dient sehr dem Imagegewinn bei Bewerbern; für die Mitarbeitermotivation sowie für den Imagegewinn bei Kunden spielt sie eine mittlere bis hohe Rolle; und für die Prozesseffizienz ist sie nur eine schöne Nebensache der täglichen Arbeit.?
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